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In unmittelbarer Ferne

Ich sitze im Zug und denke nach. Neben mir sitzt ein fremder Mann. Es ist schon 23Uhr und er fährt mit einer Einkaufstüte, die nur eine Packung Müsli beinhaltet, durch die Gegend. An die kalte Fensterscheibe prasseln unaufhörlich die vielen Regentropfen. Ich versuche mich abzulenken und darüber nachzudenken warum man nachts mit einer Packung Müsli im Zug sitzen könnte, was der Mann noch machen wird. Doch meine Gedanken schweifen immer wieder ab. Zu dir.
Die Nacht habe ich schon nicht schlafen können wegen dir. Eine Woche habe ich dich nun nicht mehr gesehen und auch sonst nichts von dir gehört. Ich hätte nie gedacht, dass ich einen Menschen so stark vermissen könnte, solch eine Sehnsucht haben könnte, doch seitdem es dicht gibt weiß ich es besser! Eigentlich hätte ich den Schlaf der letzten Nacht bitter nötig gehabt. Die Rückreise von meiner Verwandtschaft nach Hause ist doch anstrengender als ich gedacht hätte. Anstatt zu schlafen schrieb ich dir einen Brief, versuchte darin meine Gefühle für dich in Worte zu fassen was mir jedoch ehr schlecht als recht gelingen wollte. So wie für dich habe ich noch nie für jemanden gefühlt. Nicht so intensiv.
Doch ich glaube du weißt gar nicht wie viel du mir bedeutest. Kannst dir gar nicht vorstellen wie sehr ich in dich verliebt bin.
Müde starr eich auf die Anzeige es Zuges, die unaufhörlich die Uhrzeit und die nächste Haltestelle anzeigt. Die Zeit scheint nur so zäh wie ein Kaugummi dahin zu ziehen. So als wäre sie gegen mich und meine Müdigkeit. Mit jeder Station werde ich träger und freue mich umso mehr auf mein eigenes Bett.
Fest nehme ich mir vor dich morgen anzurufen, auf ein Treffen mit dir zu bestehen und dir dann den Brief zu geben. Es muss etwas passieren, es ist Zeit einen Schritt nach vorne zu tun. Eine Entscheidung, in welche Richtung es gehen soll muss endlich her! Nicht nur von dir, sondern auch von mir.
Ich muss nicht mehr lange fahren und die aufkeimende Freude mein Bett und dich in unmittelbarer Ferne zu wissen, übersteigt fast schon meine Müdigkeit. Was du wohl grade machst? Ob du auch grade an mich denkst? Und wenn ja, was fühlst du wohl bei deinen Gedanken? Ich für meinen Teil vermisse sich unendlich. Dieses Mal ist es das erste Mal, dass ich das Gefühl habe, dass alles gut werden könnte.
Mit Betrüben muss ich feststellen. Dass es auch zu Hause nicht minder regnet. Plötzlich verstreicht die Zeit immer schneller genauso wie mein Herz immer schneller schlägt. Zur Beruhigung friemel ich ein wenig an dem Band meiner Tasche rum. In Gedanken plane ich mein weiteres Vorgehen um dir näher zu kommen oder besser gesagt um endlich reinen Tisch zu machen.
Durch die Dunkelheit und den immer stärker werdenden Regen werden plötzlich die Lichter meines zu Hauses sichtbar. Nur noch eine Haltestelle, dann kann ich endlich aussteigen. Ich stehe schon einmal auf, nehme meine Tasche und gehe zum Ausgang des Zuges. Mit den Augen verfolge ich die Lichter, die an mir vorüber ziehen.
Endlich hält der Zug an und ich kann aussteigen, die stickige Luft hinter mir lassen. Müde stolpere ich auf den Bahnsteig und versuche mich erst einmal zu orientieren wo ich mich grade befinde, was durch den starken Regen beschwert wird. Auf einmal fängt mein Herz wieder an wie wild zu rasen. Meine Augen spielen mir schon einen Streich da ich meine dich gesehen zu haben. Der Mann, der so aussieht wie du, fängt meinen Blick auf. Seine Mine erhellt sich schlagartig und er kommt auf mich zu. Ob auch er mich verwechselt?
Je näher er mir kommt, umso sicherer bin ich mir, dass doch du es bist, der hier völlig durchnässt auf mich zu gestürmt kommt. Doch was machst du so spät und bei solch einem Wetter hier? Erst kurz vor mir bleibst du stehen. Fest schauen wir uns einander in die Augen.
„Was machst du denn hier?“, krächze ich. Meine Stimme ist völlig belegt. Du lächelst und flüsterst: „Darauf warten, dass meine Traumfrau endlich aus ihrem Urlaub wieder heim kommt!“ Mein Herz rutscht mir in die Hose. „Ich liebe dich!“ Und es rutscht noch weiter runter. Glücklich umarme ich dich und wir küssen uns. Nun ist mir sogar die Kälte und der Regen um uns mehr als egal. Nun wird alles gut!

Ende



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