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With or without you

Schon wieder fliegen die Türen. Schon wieder haben wir einen Streit. Ich weiß nicht wie oft wir uns in der letzten Zeit schon gestritten und gleich danach wieder vertragen haben. Zu oft auf jeden Fall! Wie so oft führt mich mein Weg aus der Wohnung raus zu dem Café, in dem ich in der letzten Zeit fast täglich war. Die Kellnerin, die hinter der Theke steht lächelt mich an und begrüßt mich mit meinem Vornamen.
Ich mache es mir in der Ecke, die ich fast schon mein nennen kann, da ich hier immer sitze, bequem. Ohne eine Bestellung aufzunehmen bekomme ich einen Café au lait gebracht. Immer bestelle ich genau das gleiche, deswegen brauche ich schon gar nichts mehr sagen.
Während ich in meinem Milchcafé rumrühre denke ich über unsere Beziehung nach. Lohnt es sich überhaupt noch sie aufrecht zu erhalten? Ich weiß es nicht, es ist eigentlich kaum noch möglich. Es scheint jedoch so, als ob ich nicht mit dir aber erst recht nicht ohne dich leben könnte.
Gleich, wenn ich wieder heim komme und das zerbrochene Geschirr weggeräumt ist, wenn neues im Schrank steht und darauf wartet von einem von uns zerbrochen zu werden, dann wird wieder alles gut sein. Dann werden wir uns plötzlich einig sein und uns an unserer gegenseitigen Liebe erfreuen. Doch ist es wirklich das was zwischen uns steht? Liebe? Oder ist es etwas gänzlich anderes, was wir nur falsch verstehen und somit auch falsch betiteln?
Völlig in meinen Gedanken versunken merke ich gar nicht wie sich plötzlich Laila, die freundliche Kellnerin, zu mir setzt und mich besorgt von der Seite aus mustert.
„Oliver, so kann das mit euch beiden doch echt nicht weiter gehen! Du musstest bis jetzt täglich aus eurer Wohnung flüchten, um nicht von fliegenden Untertassen getroffen zu werden.“ Ich weiß dass sie recht hat, aber wie soll es denn anders werden?
Wir beide sind im Grunde völlig unterschiedliche Persönlichkeiten, die überhaupt nicht zusammen passen. Und doch liebe ich dich wie keinen anderen Menschen auf dieser Erde. Wir haben schon wirklich schwierige Zeiten zusammen durch gestanden und grade in diesen wurde mir immer wieder bewusst, dass ich mich auf dich verlassen kann.
Doch die rosigen Zeiten werden immer wieder durch unsere Streitanfälle und deine Wurfattacken zunichte gemacht. Eigentlich will ich das ganze gar nicht, aber ohne dich leben will ich erst recht nicht.
Wegen eines schweren Unfalls, den deine Schwester hatte, zu der du unverzüglich musstest und ich nicht mitkommen konnte, da ich kein Frei bekam waren wir einmal für einen Monat getrennt. Deine Schwester überlebte und auch unsere Beziehung. Doch die Sehnsucht nach dir, die sich in diesem einen Monat aufgebaut hatte war schon fast unerträglich geworden. Das einfache Verlangen dich zu berühren oder einfach nur in deine Augen sehen zu können wuchs mir fast über den Kopf und machte mich ganz krank. Als du endlich wieder zuhause warst verstanden wir uns einige Wochen perfekt, waren froh uns wieder zu haben, doch danach begann wieder der Alltag und mit ihm die ewigen Diskussionen, aus denen wir beide als Verlierer hervorgingen. Genauso wie es jetzt sein wird. Niemand von uns beiden hat etwas davon, außer Laila und die Porzellan- und Glasindustrie, die eigentlich schon allein von uns überleben könnten.
Wie jeden Tag mache ich mich nach ungefähr einer Stunde wieder auf den Heimweg. Deine Laune müsste sich inzwischen etwas gebessert haben, genauso wie deine Aggression.
Als ich unsere Haustüre aufschließe sehe ich, dass du das zerbrochene Geschirr schon weggeräumt haben musst. Sonst ist auch kein Anzeichen unseres Streits mehr zu sehen. Aber genauso wenig ist ein Anzeichen von dir zu erkennen. Du scheinst auch die Wohnung verlassen zu haben. Zuerst denke ich, dass es genauso wie bei mir nur zur Abreagierung gedacht ist, doch dann entdecke ich einen Zettel auf dem Wohnzimmertisch.
„Wenn du das hier liest werde ich schon gegangen sein. Ich kann mit dieser Situation nicht mehr leben! Viel Glück in deinem weiteren Leben!“, sind die einzigen Wörter auf dem sonst weißen Blatt Papier. Langsam lasse ich mich auf einen Stuhl sinken und lese deine geschriebenen Wörter noch einmal. Vielleicht hast du Recht und es ist besser so, aber musste es grade so enden? Ein stechender Schmerz ergreift mich und lässt mich zittern. Jetzt brauche ich viel Kraft um mein Leben ohne dich weiter zu leben!

Ende



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