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Books from Boxes

Wie betäubt stehe ich vor dir. Kann dir kaum noch in die Augen sehen. Deine eisig blauen Augen sehen mich leicht wehleidig an. In ihnen glitzern kleine Tränchen. „War es das jetzt?“, fragst du mich mit deiner zitternden, gebrochenen Stimme.
Zu viele Gedanken belagern meinen Kopf, mein Denken, so dass ich dir nicht antworten kann. Zu viel auf einmal strömt im Moment auf mich ein. Zu viele Fragen tauchen jetzt auf. „Ich weiß es nicht!“, antworte ich wahrheitsgemäß. Hilflos stehen wir uns gegenüber. Beide haben wir Tränen in den Augen.
„Du…ich meine…warum?“, frage ich dich nur. Es ist, als ob mir mit deinem Geständnis mein Wortschatz abhanden gekommen wäre.
„Ich…ach scheiße…wir hatten uns gestritten und ich war zu fertig. Ich habe getrunken, viel zu viel getrunken. Es war nur eine Nacht, eine Nacht mit Folgen“, versuchst du mir zu erklären. Deine Augen werden leicht trüb.
Ja, der Streit.
Ich hatte ihn schon fast vergessen. Wir hatten über Kleinigkeiten gestritten, doch es kamen zu viele Kleinigkeiten zusammen, so dass es echt ernst aussah um uns. Am nächsten Tag sprachen wir wieder miteinander und ein paar weitere Tage danach versöhnten wir uns auch wieder.
Jetzt, viereinhalb Monate danach, stehen wir voreinander und wissen nicht mehr, was wir sagen oder tun sollen.
Die Zeit zwischen uns scheint still zu stehen. Das einzige, was sich bewegt, sind die unzähligen Tränen, die unsere Gesichter hinab kullern. „Krokodilstränen“, fällt mir ein und ich muss unwillkürlich an meinen Papa denken, der früher manchmal meine Tränen als solche bezeichnete. Bald wirst du es sein, der Papa ist und sein Kind trösten muss.
Nie im Leben hätte ich damit gerechnet, dass grade DU einmal Vater wirst. Unsere Zukunft war schon immer von uns geplant. Wir wollten immer zusammen bleiben und uns von nichts unterkriegen lassen. Ich weiß, dass du gehen musst, zu ihr. Ich kann es auf der einen Seite verstehen, doch auf der anderen verletzt es mich nur noch mehr, dass du gehen musst! Immer mehr Tränen fließen über mein Gesicht. So viele verschiedene Sachen schießen durch meinen Kopf. Ich will dich nicht verlieren, doch ich kann dich auch nicht bei mir haben. Du hast mich verletzt aber andererseits…du hast immerhin bald ein Kind, welches du großziehen musst. Eine kleine Familie, für die du sorgst.
„Ich liebe dich von ganzem Herzen!“, flüsterst du mir zu und kommst einen Schritt näher auf mich zu. Der Tränenfluss wird noch stärker und ich beginne mich zu fragen wann er endlich versiegen wird.
Zaghaft nimmst du mich in den Arm, versuchst mich zu beruhigen, was die ganze Sache nur noch schlimmer macht. Ich stoße dich nicht weg, brauche dich viel zu sehr an meiner Seite und habe auch nicht die nötige Kraft dazu. Während du mir sanft über meinen Rücken streichst, muss ich daran denken, dass du das bald mit deinem Kind machen wirst. Plötzlich fühle ich mich so ausgeschlossen.
„Ich…ich liebe…dich auch, aber…“, seufze ich und breche kurz ab um erneut Kraft zu sammeln, „es tut weh zu wissen, dass du mit ihr…ein Kind…“
Trotz meines Gestotters verstehst du mich. Hast mich schon immer verstanden, wirst es wahrscheinlich immer tun!
Dieser eine Gedanke beruhigt mich und stoppt meine vielen Tränen.
Meine Augen brennen inzwischen und sind wahrscheinlich feuerrot. Sanft drückst du mich ein Stückchen von dir weg, gibst mir einen Kuss und flüsterst dann: „Ich will dich wirklich nicht verlieren, aber es ist mein Kind. Ich wäre gerne bei ihm, wenn es anfängt zu krabbeln, zu laufen oder wenn es sein erstes Wort sagt. Ich hoffe du kannst das verstehen! Mein Kind braucht mich…“
Geknickt siehst du zu Boden. Du sprichst aus eigener Erfahrung. Dein Dad war so gut wie nie bei dir.
‚Aber ich brauche dich doch auch!’, denke ich und könnte mich im selben Moment schon wieder ohrfeigen! Wir reden hier von deinem ungeborenen Kind. Ich bin erwachsen, kann auf mich selber aufpassen, weiß mich zu verteidigen. Zumindest meistens.
Leicht nicke ich. Ich kann dich verstehen. Habe dich schon immer verstanden, werde es wahrscheinlich immer tun!
Fest drückst du mich noch einmal an dich. Ein atemberaubender Kuss entsteht, welcher auch sofort wieder abflammt. Langsam gehst du etwas in die Knie, hebst deine Koffer auf und gehst ein Schritt zurück. Danach drehst du dich um und gehst schnelleren Schrittes zur Türe. Vor ihr bleibst du noch ein letztes Mal stehen, drehst dich um und siehst mir in die Augen.
Meine letzte Chance dich aufzuhalten zieht jedoch ungenutzt an mir vorüber und so blicke ich dir hinterher, wie du unsere, nun meine Wohnung verlässt. Höre deine Schritte im Treppenhaus und sehe dich über den Parkplatz zu deinem Auto laufen. Bleibe an dem großen Wohnzimmerfenster stehen, um dich noch ein wenig länger sehen zu können. Du beförderst deine Koffer in den Kofferraum deines Autos, schließt die Heckklappe und siehst noch ein letztes Mal zu mir hoch. Dann steigst du ein und fährst weg.
Erneut steigen mir Tränen in die Augen und es fängt an zu regnen. Der Himmel weint mit mir.
Ich weiß, dass du wieder kommen wirst und ich werde auf dich warten.
Ich weiß nicht wie lange es dauern wird, doch das ist mir auch egal!
Du hast es für dein Kind getan, nicht für sie und es ist beruhigend zu wissen, dass du es auch für mich tun würdest.


Ende



~Why does every letdown have to be so thin?
Rain explodes
At the moment that the [car] door closed
I feel the weight upon your kiss; ambiguous~



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