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Dies ist eine Kurzgeschichte, welche ich für die Schule zum Thema 'Stadt und Land - Vorurteile, Stereotypen' geschrieben habe. Eigentlich soll es ein wenig satirisch sein, doch meine Lehrerin hat keine Satire darin gefunden (wer sie als erstes findet bekommt...n Keks ^^)...
Ich weiß nicht, ob diese Geschichte auch wirkt, wenn man die Lehrer an meiner Schule nicht kennt, denn ich habe mich an einem meiner Lehrer orientiert und ihn ein wenig...satirisch dargestellt...
So und jetzt: Viel Spaß beim Lesen!


Besuch auf dem Bauernhof

„Sind wir noch alle vollzählig? Ja? Gut! Dann steigt jetzt in den Bus ein und geht noch einmal eure Fragen an den Bauern durch!“, wies der noch recht junge und etwas überforderte Biolehrer seine Klasse 3c an. Er wollte ihnen endlich die Tiere zeigen, von denen sie jetzt schon so lange geredet hatten und welche die meistens seiner Schützlinge bisher nur aus dem Schulbuch kannten. Deshalb waren sie auf dem Weg zu dem nächstgelegenen Bauernhof.
Nach einer recht langen Busfahrt, die den Kindern wie eine Ewigkeit vorkam, sah die Welt um die städtische Schulklasse schon ganz anders aus. Soweit das Auge reichte, waren Wiesen, nur durchbrochen von einzelnen Bäumen und Blumen, zu sehen. Freudig sprangen die Kinder aus dem Bus, dicht gefolgt von ihrem leicht hyperventilierenden Lehrer. Sofort wurden sie von einem Bauern begrüßt, der vollkommen dem Klischee entsprach - gerötete Wangen, brauner Hut, kariertes Hemd und ganz standesgemäß mit Cordhose und knallgelben Gummistiefeln.
„So gelb wie die Enten“, quiekte ein Mädchen freudig und zeigte dabei auf die schmutzigen Stiefel des Landwirtes. Der Bauer, der natürlich auch diesen Ausspruch gehört hatte, musste schallend lachen und schlug der Klasse vor: „Meine Frau hat schon Kakao und Brötchen vorbereitet. Ihr seid jetzt so lange gefahren. Ich würde vorschlagen, dass wir jetzt erst mal frühstücken.“ Dieser Vorschlag ließ den Lehrer aufatmen. Er konnte jetzt gut eine Pause gebrauchen!
Nach der kleinen Stärkung ging es endlich los. Als erstes stand eine Fragerunde auf dem Plan. Dieser Aktion sah der Lehrer recht gelassen, so gelassen wie man halt mit 26 aufgedrehten, kleinen Kindern sein kann, entgegen. Sie hatten im Unterricht schon viel besprochen und auch der Test war gut ausgefallen. Doch gleich bei der ersten Frage eines Schülers bekam der Lehrer hektische Flecken und Schweißausbrüche. „Wo haben Sie denn die lila Kühe versteckt, Herr Bauer? Ich weiß, dass es die gibt! Ich hab die schon im Fernsehen gesehen!“, fragte doch tatsächlich einer der Schüler.
Hektisch stotternd versuchte sich der Lehrer bei dem amüsiert grinsenden Bauern zu entschuldigen, dass seine Schüler eigentlich Bescheid wissen müssten. Danach erklärte er den Schülern noch, dass Kühe nicht lila, sondern schwarz oder braun wären.
Nach der Besichtigung des Hofes lud der Bauer die Schüler noch dazu ein, mitzuerleben, wie Milch produziert wird und selbst einmal eine Kuh zu melken. Ganz und gar nicht zur Überraschung des Bauern, sehr wohl aber zur Überraschung des jungen Biologens waren viele der Kinder sehr erstaunt und taten dies auch kund: „Wie, melken?“ Der Lehrer war nun fast schon am Ende seiner Nerven.
Der Präsentation des Bauers, wie man eine Kuh auf die traditionelle Art mit der Hand melkt, verfolgten die Kleinen zwar sehr fasziniert, doch trinken wollte diese Milch keiner.
Der Kommentar, der den Besuch auf dem Land perfekt abrundete und den inzwischen hochroten Biolehrer einem Herzinfarkt ein großes Stück näher brachte, kam von einem der Mädchen. Als sie angewidert zurück in den Bus stieg, sagte sie zu einer ihrer Freundinnen: „Ich bin so froh, endlich wieder nach Hause zu kommen! Noch nicht mal lila Kühe haben wir gesehn! Und zu Hause gibt’s auch richtige Milch aus der Tüte und nicht aus irgendeinem Tier!“



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