Tähti114

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The coast is always changing

Am Himmel funkeln die letzten Sterne. Bald werden auch sie nicht mehr zu sehen sein. Es ist noch lausig kalt und recht früh am Morgen.
Das Feuer der Kerze vor mir ist eines der wenigen Lichter, die den Raum erhellen sollen. Der tiefe Männergesang, der den Erfüllt, in Kombination mit den Lichtern der Kerzen und den Düften, die in der Luft liegen beruhigen mich immer mehr!
Vorsichtig schlage ich das kleine Buch vor mir auf und suche dir richtige Seite. Einige der hauchdünnen Seiten kleben leicht aneinander und erschweren die Suche dadurch etwas. Doch nach kurzer zeit habe ich es trotzdem geschafft und lasse meine Augen über die einzelnen Zeilen und Noten schweifen. Ich kenne dieses Lied nicht, doch trotzdem berührt es mich ein wenig. Auch ohne richtig auf den Text zu achten. Ich singe nicht mit, tue es eigentlich nie, auch nicht, wenn ich die Lieder in und auswendig kenne.
Die Atmosphäre in diesem, zugegebener Maßen recht übersichtlichen, Raums ist einfach unbeschreiblich. Um mich herum sitzen unzählige Menschen. Alle sind in ihren Gesang versunken und bekommen von ihrer Umwelt nicht mehr viel mit. Bei mir ist es genau anders herum. Ich bin nicht in Gesang vertieft, sondern darin, meine Umgebung wahrzunehmen. Alles scheint mir so pur wie noch nie zuvor vorzukommen. Meine Gedanken schweifen immer weiter ab, bis sie dich wieder erreicht haben.
Schon wieder du! Seit wie vielen Wochen habe ich dich schon nicht mehr gesehen? Seit unzähligen. Zu vielen! Ich weiß nicht genau wo du steckst, es ist auf jeden Fall am anderen Ende der Welt, also auch viel zu weit weg! Seitdem du gefahren bist, habe ich noch kein richtiges Gefühl über dein Verlassen gespürt. Da ist einfach eine schwarze Leere, die mich umhüllt. Eigentlich sollte ich dich bis über alle Maßen vermissen, doch was heißt eigentlich vermissen? Zerrissen sein und sich jeden Abend in den Schlaf weinen, weil da niemand mehr ist, der neben einem liegt oder auch nur in annehmbarer Entfernung alleine in seinem Bett liegt? Je länger ich darüber nachdenke, umso stärker wächst ein Gefühl in meinem Innern. Es scheint mich von innen aufzufressen.
Plötzlich wird die Gemeinde um mich herum ganz still und lauscht den Worten des Pfarrers, der nun aufgestanden ist und angefangen hat zu predigen. Nicht alle seine Worte erreichen mich, doch die wichtigsten dringen zu mir durch. Er redet Von Trauer, Schmerz und Loslassen. Ich kann ihn überdeutlich verstehen. Tränen steigen mir in die Augen und ich muss mich sehr beherrschen nicht loszuschluchzen. Zum Glück ist es immer noch sehr dunkel, so dass niemand die Tränen sehen kann, die sich langsam aus meinen Augenwinkeln lösen und an meinem Gesicht runterkullern. Dieser stechende Schmerz überkommt mich auf einmal wieder, wie eine Welle, die über mich einbricht. Diesmal ist es noch schlimmer.
Und plötzlich wird mir klar: ich vermisse dich!
Ich vermisse deine Stimme, wie sie mir deine neusten Erlebnisse erzählt, dein Lachen, wie es durch den Raum schallt und auch mich zum Lachen bringt, deine Augen, welche freudig strahlen und deine einfache Anwesenheit, die mich umgibt.
Nach einiger Zeit, in der meine Tränen getrocknet und der Schmerz weniger geworden ist, ist die Messe vorbei. Ich trete aus der Kirche hinaus und bin überwältigt. Die Sonne geht grade auf und der Himmel hat eine wunderschöne, rosa-orange Färbung angenommen. Der Mond steht immer noch am Himmel und es scheint, als lache er mich an. Ob du ihn im Moment wohl auch siehst? Lächelnd mache ich mich auf den Heimweg mit der Hoffnung, dass du bald wieder heim kommen wirst, aber mit der Gewissheit, dass du es auf jeden Fall tun wirst!


Ende




~But 'London''s so far away when you're there~



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