Tähti114

  Startseite
  Über...
  Archiv
  About...
  Anders als auf Ansichtskarten (KurzStory)
  Steckbriefe
  In unmittelbarer Ferne (KurzStory)
  One of us (KurzStory)
  Destiny (KurzStory)
  She moves in her own way (KurzStory)
  Soulmates never die (KurzStory)
  Geschichte ohne Namen (tbc)
  Books from Boxes (KurzStory)
  Coffee break in Finnish Home (tbc)
  Dann war das wohl Liebe (KurzStory)
  Besuch auf dem Bauernhof (KurzStory)
  Diamonds (KurzStory)
  The coast is always chaning (KuzStory)
  Some things make...(KurzStory)
  Knowing me, knowing you (KurzStory)
  Wild world (KurzStory)
  5 Jahre (KurzStory)
  An den Landungsbrücken raus (KurzStory)
  And I’m HOME (KurzStory)
  Catch without arms (KurzStory)
  Delmenhorst (KurzStory)
  Forever (KurzStory)
  Ich komme nicht mit (KurzStory)
  In the Shadows (KurzStory)
  The fairytale gone bad (KurzStory)
  Keep your heart broken die 2. (KurzStory)
  Little note (KurzStory)
  Madness (KurzStory)
  Meer (KurzStory)
  Move along (KurzStory)
  Nacht (KurzStory)
  Perfect world (KurzStory)
  Ode to the sun (KurzStroy)
  Still Standing (KurzStroy)
  Symphonie (KurzStory)
  The most redical thing (KurzStory)
  With or without you (KurzStory)
  Won’t forget this days (KurzStory)
  Muutos – Verloren ohne dich! (tbc)
  Die Zeit heilt alle Wunder (beendet)
  Wunderbare Jahre (beendet)
  Keep Your Heart Broken (PartnerStory)
  Tears in heaven (tbc)
  Gedichte
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren
 


 

http://myblog.de/taehti114

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
And I'm HOME

Genüsslich schließe ich meine Augen und atme einmal tief ein. Endlich wieder zu Hause. Ich liebe diesen Duft, den nur meine Heimat verströmt. So lange war ich weg, doch nun bin ich endlich wieder hier. Die Sonne kitzelt mich sanft mit ihren Strahlen und der Wind fährt mir fast schon zaghaft durch meine Haare. Mit einem seligen Grinsen auf meinem Gesicht suche ich mir ein Taxi und lasse mich nach Hause fahren. Mir erscheint jeder noch so kleine Gegenstand den ich hier sehe so vollkommen, so faszinierend schön! Plötzlich muss ich an die Zeit vor meiner Abreise denken. Es war ein grauer Wintermorgen und es regnete grade. Der Himmel weinte mit mir. Alles schien verloren und hässlich zu sein. Sogar das Meer, welches ich immer schon über alles geliebt habe schien mir nur noch kalt und unschön. Alles hatte seinen Zauber verloren. Ich hatte keine Kraft mehr das Schöne in allem zu sehen, doch nun ist alles anders!
Leise dudelt das Radio. „Nova FM“ steht auf dem Display des Radios, aus den Boxen erklinken leise die ersten Töne eines wirklich schönen Liedes von einer Band, die ich noch nicht kenne. Muss wohl neu sein!
So viel scheint neu zu sein, oder ich erkenne es einfach nicht mehr wieder. Zu Hause angekommen stelle ich nur eben meine Koffer ab und verschwinde dann wieder aus meiner Wohnung, die so leer wirkt ohne dich. Wohin ich will weiß ich nicht, meine Füße tragen mich einfach irgendwo hin. Es ist mir eigentlich auch egal, ich möchte im Moment einfach nur hier sein und alles genießen, was mit meiner Stadt zu tun hat. Die Bäume, die überall in mitten der Stadt gepflanzt sind tragen wieder ihre grünen Blatter und unzählige Menschen sitzen auf den Rasenflächen haben Spaß und lachen. Mein Lächeln verfestigt sich immer mehr auf meinem Gesicht. Wie schön es doch ist andere Menschen fröhlich und glücklich zu erleben. Lange schon habe ich so etwas nicht mehr miterlebt.
Nach einer Zeit, die mir grade mal wie ein Augenaufschlag vorkam bleibe ich stehen. Vor mir das Meer, über mir laut krächzende Möwen. Wie konnte ich nur von hier wegwollen? Entspannt setze ich mich auf einen großen Stein und sehe einfach nur raus aufs Meer. Alles glitzert und über dieser Stadt, meiner Stadt scheint eine Art Magie zu liegen. Die Gerüche, die Geräusche, die Menschen und die Umgebung, alles scheint mir so vertraut und doch so fremd. So fremd ohne dich!
Bevor die Sonne für nur ein paar Stunden untergegangen ist stehe ich auf und laufe weiter. Wieder ohne bestimmtes Ziel. Es ist fast so, als ob ich die Stadt neu erkunden würde. Ich fühle mich zwar wie in einer neuen Welt, aber nicht mehr so klein und fremd.
Plötzlich bin ich am Friedhof angekommen. War hier seid deiner Beerdigung nicht mehr. Habe diesen Ort absichtlich gemieden. Wollte verdrängen, dass du nicht mehr da bist und auch nie wieder da sein wirst, doch das klappte nicht. Inzwischen bin ich über deinen Tod hinweg, vermisse dich aber immer noch sehr stark. Ich habe gelernt wieder zu leben aber mein Herz wird immer nur ein Teil bleiben, da ein Teil mit dir gestorben ist. Bis ich das aber eingesehen hatte ist dieses unerträgliche halbe Jahr vergangen.
Vor deinem Grab mache ich halt. Sehe mir genau den Grabstein und die Blumen an. Auch wenn es komisch klingt, es passt zu dir. Du hättest es sicher gemocht. Bedächtig streife ich den Ring von meinem Finger, den ich einmal von dir geschenkt bekommen habe. Wir wollten heiraten, immer und ewig zusammen bleiben. Das Schicksal wollte es anders, und so bist du nun fort, weit weg von mir. Doch ich kann nichts daran ändern und so habe ich es akzeptiert. Habe mein Leben neu angefangen. Mit Veränderungen muss man leben und sie machen das Leben erst Lebenswert. Genau das sagtest du immer. Langsam knie ich mich vor das Grab und vergrabe den Ring, hier an diesem Ort, an dem dein Körper für immer gefangen ist. Ein Zeichen für mich, dass ich endlich damit abgeschlossen habe, aber auch eine Befreiung von all der Last und der Trauer, die die ganze Zeit auf mir lag.
Grade als ich mich wieder erhoben habe und eine allerletzte Träne auf die aufgewühlte Erde fällt klingelt mein Handy.
„Hallo?“, melde ich mich und weiß eigentlich jetzt schon wer mich anruft, es nicht mehr erwarten kann mich endlich wieder zu sehen.
„Hallo Schatz! Lars hier! Hast du heute noch Zeit dich mit mir zu treffen, oder hast du einen Jetlag und willst nur noch schlafen…“
„Natürlich will ich mich mit dir treffen mein Liebling! Schlafen kann ich immer noch wenn du bei mir bist, heute Nacht. Obwohl…In einer halben Stunde am Hafen? Okay, bis gleich! Ich liebe dich!“, antworte ich ihm und warte nur noch seine Antwort „Ich liebe dich auch!“ ab bevor ich auflege und mich auf den Weg zurück zum Hafen mache. Doch das nicht ohne noch einmal zu deinem Grabstein zu sehen. „Danke mein Engel! Ich werde dich nie vergessen!“

Ende



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung