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Madness

Mit Tränen in den Augen starre ich auf die einzelnen Seiten des Fotoalbums. Es ist jetzt schon so viele Jahre her, dieser Tag und doch erschien mir die Zeit nur wie ein einziger Augenaufschlag. In der Rücksicht betrachtet wirkt alles so viel klarer, so viel einfacher und vor allem so viel wahrer! Die alten Fotos durchzusehen rührt mich wirklich und ruft immer mehr alte Erinnerungen an damals wach. Erinnerungen an eine schon fast vergessene Zeit. Selbst der heutige Tag war eine Zeit lang aus meinem Gedächtnis gestrichen.
Vorsichtig schließe ich meine Augen. Sofort sehe ich hunderttausend Bilder vor meinem inneren Auge vorbeiziehen. Dieser eine Abend an dem sich unser beider Leben so drastisch veränderte.
Ich weiß es noch, als wäre es gestern gewesen, dabei ist es schon zehn Jahre her. Damals waren wir auf einem Festival, hörten uns die Bands an, die auf der großen Bühne spielten und redeten miteinander über Gott und die Welt. Als es langsam immer kälter wurde verstummte unser Gespräch immer mehr und unsere Aufmerksamkeit wurde immer stärker auf die Musik gerichtet.
Die wenigen Wolken die am Himmel waren standen in einem wunderschönen Kontrast zu dem Sonnenuntergang und ein Schwarm Krähen gesellte sich zu uns an die Bühne. Eine gewisse, in ihrer Art ganz eigene Magie begann sich auszubreiten und wir standen mitten darin! Damals war mir nicht klar, dass sich in genau diesem Moment alles, wirklich ALLES änderte und ich mich noch so lange an genau diesen Tag erinnern würde. Nie hätte ich damals damit gerechnet, dass grade dieser eine Tag mein Leben so sehr prägen würde. Besonders weil ich die Musik von der Band, die grade spielte nicht wirklich mochte. Ich fand die Personen die ihre Instrumente bedienten ziemlich skurril und doch fokussierte sich mein gesamtes Bewusstsein auf genau diese vier Menschen und die Melodien, die sie auf die Reise zu uns schickten. Nie habe ich so etwas merkwürdiges mehr erlebt. Nie habe ich Musik gehasst und trotzdem auf die einzelnen Akkordfolgen und jedes einzelne Wort gehört. Nachdem die letzten Töne verstummt waren wurde mir bewusst, dass in dem Moment etwas geschah. Ein Blick in deine Augen verriet mir, dass du genau dasselbe spürtest und völlig verzaubert warst.
Langsam sammele ich mich wieder, schaffe es nur schwer mich von meinen Erinnerungen zu trennen, doch du kommst in wenigen Minuten wieder. Wir wollen feiern. Unsere Freundschaft, unsere Leben und vor allem unser Jubiläum. Schnell lege ich das Fotoalbum weg und setze eine Kanne Kaffee auf. Mein Blick wandert nach draußen über die Häuserdächer. Die Sonne scheint beißend hell in unsere Wohnung und funkelt über der Stadt. Das Geräusch deines Schlüssels in dem Schloss der Wohnungstür lässt mich aus meiner Starre aufwachen. Schon wieder war ich vollkommen in die Vergangenheit vertieft.
„Hallo mein Herz! Na, wie geht’s dir heute?“, fragst du mich gut gelaunt und schmeißt deine Tasche auf den nächsten Esszimmerstuhl. Ich muss grinsen. Du hast dich in all den Jahren so wenig verändert und ich bin so unsagbar froh darum.
„Hei! Möchtest du auch einen Kaffee?“ Du nickst und kommst zu mir in die Küche. „Ich kann es immer noch nicht fassen wie viel Glück wir hatten! Diese wunderschöne Wohnung über den Dächern von Hamburg ist uns doch quasi in die Arme gefallen. Heute ist ein verdammt wichtiger Tag, weißt du das eigentlich?“, redest du auf mich ein, während du dir einen Becher und etwas von dem Kaffee nimmst. Ich nicke nur. Dieses Bemutternde in deiner Stimme höre ich schon gar nichts mehr. Es stört mich aber auch nicht mehr, da grade das dich ja auch ausmacht. Da es unter anderem ja auch das ist, was dich so liebenswert macht.
„Ich bin diesen vier verrückten Finnen wirklich dankbar!“

Ende




>>+*~Es ist ein gutes Gefühl zu sagen wir kennen uns noch in zehn Jahren!+*+<<



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