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Nacht

Die Musik ist dröhnend laut, und trotzdem wunderschön. Ich war schon so oft bei Konzerten, doch dieses Mal ist irgendwas anders. Ich weiß nur noch nicht was. Wir sind wieder alle zusammen hier. Wir alle, also meine besten Freunde und ich. Wir haben denselben Musikgeschmack und wohnen sehr günstig, deswegen gehen wir, besonders im Sommer, öfter zusammen zu Konzerten um einfach ein wenig auszuspannen. Ruhe von unserem stressigen Alltag zu bekommen.
Wie immer stehst du neben mir uns grölst laut den Text mit. Wie immer muss ich grinsen, weil sich das aus deinem Mund recht schräg anhört. Leicht schief aber trotzdem auf irgendeine komische Art und Weise gut! Nach der Vorband wird es vor der Bühne langsam voller und wir müssen zusammen rutschen. Wir berühren uns an den Armen und es ist ganz normal. Wir sehen uns schließlich fast täglich und sind wirklich gute Freunde.
Die Hauptband beginnt zu spielen und die Menge fängt wild an zu springen und zu pogen. Recht unpassend wie ich finde. Das angenehmste an der Musik heute Abend ist, dass wir sie alle ohne viel nachzudenken verstehen. Nicht nur weil sie deutsch ist, wir verstehen sie mit dem Herzen. Und das ist auch gut so, denn selbst heute Abend ist es noch viel zu heiß um wirklich richtig zu denken. Das macht das so nahe stehen nicht wirklich angenehmer aber man nimmt ja viel in Kauf…
Auch bei der Hauptband singst du wieder mit und dieses Mal tue ich es dir gleich. Die Texte sind schon lange in unseren Gehirnen verankert und jeder kennt die einzelnen Liedzeilen. Oft schmeißen wir uns Blicke zu bei Textzeilen, die grade passend sind den anderen anzusehen. Doch was dann passiert ist genauso unrealistisch wie dieser perfekte Sommertag.
Bei einem der ruhigen Lieder hört die Menge auf wie wild rum zu hopsen und alle kramen nach ihren Feuerzeugen. Leise seufze ich bei den ersten Takten des Liedes. Jetzt hätte ich gerne jemanden zum Anlehnen. An dessen Schulter gelehnt ich dem Lied zuhören und einfach nur träumen könnte. Doch bei dir traue ich mich das nicht so recht. Freund und Freund sind schließlich zwei verschiedene paar Schuhe!
Der Sänger singt grade davon, dass er den Weg zurück zu seiner Freundin gerannt ist, nur um endlich wieder bei ihr zu sein. Von meiner linken Seite höre ich deine Stimme nicht mehr mitsingen sondern nur noch ein Seufzen. Fragend blicke ich dich an und verstumme auch.

„Und benommen, verschwommen erkennen was man will.
Meine Welt aufgehoben, meine Welt in drei Wörtern erklärt“

Tönt es von der Bühne. Irgendwas passiert hier mit mir, mit uns. Mein Stocken wird zu einem Lächeln welches du sofort erwiderst. Plötzlich habe ich auch keine Hemmungen mehr mich an dich zu lehnen. Nein, ich habe sogar das Bedürfnis dies zu tun. Lächelnd nimmst du mich in die Arme und lässt mich an dir Halt finden. Nach dem Lied schaue ich über meine Schulter zu dir hoch. Du grinst immer noch. Beruhigt grinse ich ein weiteres Mal zurück. Das letzte Lied welches die Band heute zum Besten gibt beginnt und vorsichtig bewegen wir uns noch näher auf einander zu.
Unsere Lippen berühren sich hauchzart und mir wird bewusst, dass es genau das ist, was ich die ganze Zeit schon wollte. Wie in dem Text des vorigen Liedes. Wir haben erkannt was wir wollen. Nach einer halben Ewigkeit lösen wir uns aus unserer Starre, bemerken erst jetzt, dass sich der Platz vor uns schon etwas geleert hat und nicht mehr viele um uns herum stehen. „Ich liebe dich!“, flüsterst du mir in mein Ohr.
Meine Welt in drei Wörtern aus deinem Mund aufgehoben. Hand in Hand gehen auch wir. Gehen wir in eine wundervolle Sommernacht, die durch dieses Konzert nur noch wundervoller geworden ist!

Ende



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