Tähti114

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Ode to the sun

Wie paralysiert stehe ich hier und starre fast schon nach vorne. Die Umgebung um mich herum ist vollkommen verschwommen und ich sehe nur noch mein Gegenüber. Alles um mich herum ist plötzlich ganz egal geworden, alle Probleme verschwunden und alle Gedanken wie weggewischt. Die Worte rinnen, ohne dass ich groß überlegen muss über meine Lippen. Es ist einfach selbstverständlich. Die Musik dringt leise, beruhigend an mein Ohr, als wenn sie in einem anderen Raum gespielte würde, dabei ist sie grade hier in diesem Raum dröhnend laut.
Als der letzte Ton verstummt und sich der Platz vor mir leert gehe auch ich. Kalte Luft schlägt mir entgegen, als ich das Gebäude verlasse. Ich fröstele ein wenig und ziehe mir meinen Pulli wieder über. Drinnen habe ich ihn nicht gebraucht, da war er nutzloser als ein Kühlschrank am Nordpol.
Ein riesiges Lächeln breitet sich auf meinem Gesicht aus, als ich die letzten paar Stunden noch einmal rekonstruiere. Immer wieder kommt es mir so irreal vor, doch das ist es gewiss nicht. Es ist keine besonders lange Fahrt, bis ich wieder daheim bin, und trotzdem reicht sie aus um alle meine Gedanken zu sortieren und zu ende zu denken.
Genau diese Zeit ist so kostbar, so unsagbar schön in meinen Augen. Dieses leichte Gefühl zu schweben und doch auf dem Boden der Tatsachen zu stehen. Die Zeit zwischen dem Fliegen vor Glück und dem Aufsetzen in der harten Realität. Genau die Zeit in der alles gut erscheint und das schlechte einfach ausgeblendet ist. Lachend steige ich mit meiner Begleitung daheim angekommen aus. Ob auch sie einzuschätzen vermag wie wichtig dieser heutige Tag für unsere weiteren Leben sein wird? Wie stark er uns beeinflussen wird? Wahrscheinlich schon, aber wir beide denken nicht sonderlich darüber nach. Dafür wäre dieser Schwebezustand zu kostbar, ihn mit sinnlosen Fragen nach der Zukunft zu belasten und somit früher zu beenden.
Leicht müde aber schwer glücklich ziehen wir uns um und setzen uns auf mein Bett um noch etwas über unsere Erlebnisse zu reden. Unser Gespräch dreht sich um alles und nichts. Um völlig unwichtiges und die wesentlichsten Dinge überhaupt. Wir reden über die Atmosphäre vor dem Konzertbeginn, als die Sonne die Wolkenmasse durchbrach und so alles verändert hat. Wir reden über den Moment, als wir diese Musik das erste Mal hörten und sich unser Leben dadurch veränderte und wir reden über die Show im Allgemeinen.
Es tut gut seine Erinnerungen mit jemandem zu teilen, der einem so wichtig ist, der durch diese Erinnerungen nur noch wichtiger geworden ist. Nach einer Zeit werden unsere Worte weniger und die Stille beherrscht immer mehr den Raum. Letztendlich verstummen wir beide ganz und lauschen dem Wind, der am Fenster vorbei fährt und der Uhr, die unaufhörlich tickt, versucht daran zu erinnern, dass das Leben weiter geht und die Zeit jetzt leider nicht still stehen bleibt.
Zufrieden schlafe ich ein und lande beim Träumen schließlich wieder behutsam voll und ganz auf dem harten Boden der Realität.

Ende



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