Tähti114

  Startseite
  Über...
  Archiv
  About...
  Anders als auf Ansichtskarten (KurzStory)
  Steckbriefe
  In unmittelbarer Ferne (KurzStory)
  One of us (KurzStory)
  Destiny (KurzStory)
  She moves in her own way (KurzStory)
  Soulmates never die (KurzStory)
  Geschichte ohne Namen (tbc)
  Books from Boxes (KurzStory)
  Coffee break in Finnish Home (tbc)
  Dann war das wohl Liebe (KurzStory)
  Besuch auf dem Bauernhof (KurzStory)
  Diamonds (KurzStory)
  The coast is always chaning (KuzStory)
  Some things make...(KurzStory)
  Knowing me, knowing you (KurzStory)
  Wild world (KurzStory)
  5 Jahre (KurzStory)
  An den Landungsbrücken raus (KurzStory)
  And I’m HOME (KurzStory)
  Catch without arms (KurzStory)
  Delmenhorst (KurzStory)
  Forever (KurzStory)
  Ich komme nicht mit (KurzStory)
  In the Shadows (KurzStory)
  The fairytale gone bad (KurzStory)
  Keep your heart broken die 2. (KurzStory)
  Little note (KurzStory)
  Madness (KurzStory)
  Meer (KurzStory)
  Move along (KurzStory)
  Nacht (KurzStory)
  Perfect world (KurzStory)
  Ode to the sun (KurzStroy)
  Still Standing (KurzStroy)
  Symphonie (KurzStory)
  The most redical thing (KurzStory)
  With or without you (KurzStory)
  Won’t forget this days (KurzStory)
  Muutos – Verloren ohne dich! (tbc)
  Die Zeit heilt alle Wunder (beendet)
  Wunderbare Jahre (beendet)
  Keep Your Heart Broken (PartnerStory)
  Tears in heaven (tbc)
  Gedichte
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren
 


 

http://myblog.de/taehti114

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
The most radical thing - Du erkennst mich nicht wieder

Aus der Ecke des Zimmers dröhnt leise das unaufhörliche Summen des Ventilators, der vergeblich versucht die warme, abgestandene, stickige Luft aus dem Raum zu vertreiben. In der Luft liegt ein unbeschreiblich skurriler Duft. Eine seltsame Kombination aus dem Geruch von frischer Wandfarbe, Apfeltabak, stark erhitzte Erde und frischem Holz.
Die Buchstaben auf den Blättern vor mir bilden eine homogene Einheit, wie ich zuvor noch nie eine Geschichte wahrgenommen habe. Noch nie konnte ich so nachfühlen, mich so in etwas hineinversetzen. Noch nie hat mich etwas so zum nachdenken gebracht. Nach der letzten Seite des Buches, welches ich schon mindestens ein dutzend Mal gelesen haben, um es jetzt erst richtig zu begreifen, löst sich eine Träne aus meinem Augenwinkel und tropft auf den Einband.
Zur selben Zeit fängt es an zu regnen. Leicht mischt sich das Surren mit dem leisen prasseln der Regentropfen auf meinem Fenster. Ein unvorstellbar schönes Gefühl überschwemmt mich mit jedem einzelnen Tropfen Wasser, der die Erde benässt mehr. Lange hat es schon nicht mehr geregnet und der Boden ist ausgetrocknet. Es scheint, als würde die Welt aufatmen, als die ersten Wolken ihre kleinen Wassertropfen zu Boden fallen lassen. Auch mich lässt es aufatmen und verzaubert es zu sehen, wie die Erde jeden einzelnen Tropfen gierig aufsaugt.
Ich bin verzaubert von meiner Umwelt. Von all dem was ich bis vor kurzem noch nicht wahrgenommen habe. All das nehme ich nun nur noch stärker und intensiver wahr. Es scheint als würde ich mich neu verlieben, in diese Umgebung, in diesen Ort. Endlich scheint alles einen Sinn zu geben und die Fragen und Gedanken, die ich so lange schon mit mir herumschleppe, unergründlich für mich waren geben nun einen Sinn. Mit dem lang ersehnten Regen kam auch bei mir eine lang ersehnte Erkenntnis. Es scheint eine Ewigkeit gedauert zu haben und jetzt erschlägt sie mich schon fast. Und doch ist es wundervoll endlich zu wissen, wo man genau hingehört.
Plötzlich erkenne ich, wie viel Ähnlichkeit ich mit der Hauptperson doch zu haben scheine und wie unterschiedlich wir doch sind. Mit einem Schlag stürzen so viele Antworten auf mich ein, dass ich Angst habe von ihnen erschlagen zu werden. Ich fange an zu weinen und bin mir nicht sicher ob es Tränen der Verzweiflung oder Tränen des Glücks sind, die ich nun weine. Es sind einfach zu viele Emotionen auf einmal. Ich will für mich alleine sein, nachdenken über das, was mir jetzt erst klar wird. Vorsichtig, als wäre es ein wertvoller Schatz lege ich das Buch beiseite und gehe nach draußen. Setze mich in den leichten Regen. Jeder Tropfen, der meine Haut berührt scheint ein liebevolles Streicheln zu sein, das mich vom Weinen abhalten will, doch das macht es nur noch schlimmer. Im Unwetter des Sommers vermischen sich meine Tränen mit dem Regen. Plötzlich fange ich laut an zu lachen. Was für eine Ironie des Lebens, das grade dieser Ort mir so viel bedeutet, dieser Ort, den ich eine Zeit lang so verflucht habe. Dieser Ort wo so viel passiert ist, an dem sich mein Leben so oft, so stark verändert hat. Dieser Ort, an dem die Geschichten begannen und endeten.

Meine Mitte der Welt!

Als ich nach einer Zeit leicht fröstele erhebe ich mich wieder und gehe rein. Meine Kleidung klebt leicht an meiner Haut und meine Haare tropfen leicht. Die Erde hat sich etwas abgekühlt und es riecht nach Sommer. Die Magie, die die Welt aussendet nimmt nur noch mehr zu und ein paar weitere Tränen fließen über mein Gesicht. So viele Erinnerungen schießen wirr durch meinen Kopf und lassen mein Leben noch einmal an mir vorüberziehen. Auch wenn nicht alles immer so toll war, ich würde mich nicht mehr verändern wollen. Ein Gedanke, der mir auch erst heute gekommen ist.
Ich liebe mein Leben, genau so wie es jetzt ist. Geprägt von den Fehlern, die ich begangen habe, von den Schicksalsschlägen, die ich erleiden musste, aber auch von all den glücklichen Momenten, die in der Rücksicht wirklich überwiegen.
Erschöpft lasse ich mich auf mein Bett sinken und starre an die Decke. Wie oft habe ich das im vergangenen Jahr gemacht und über mein Leben nachgedacht? Zu oft, viel zu oft! Doch dieses mal denke ich nicht nach. Ich liege einfach nur wie betäubt da und lächle. Ich lächle über das, was ich bisher schon erleben durfte und was mich ausmacht.
Das Telefonklingeln nehme ich nur gedämpft und wie paralysiert wahr. Mechanisch erhebe ich mich und hebe ab. Am anderen Ende der Leitung ertönt eine mir sehr vertraute Stimme: „Hallo mein Herz! Na, wie geht’s dir?“ „Danke, so gut wie noch nie zuvor, und dir?“, antworte ich und weiß ganz genau, dass man meiner Stimme angehört hat, dass ich geweint habe. „Jetzt ist alles wieder gut!“, füge ich noch hinzu, um sie schon jetzt wieder zu beruhigen. Im Stillen danke ich ihr aber, dass sie so fürsorglich ist, ohne es manchmal zu merken.
Mit einem Grinsen auf den Lippen telefonieren wir weiter und die letzten Tränen trocknen auf meinem Gesicht.

Ende

~*+Ich stehe in der Auffahrt, blicke an den Mauern Visibles empor und wünsche mir, das Haus umarmen zu können. Noch immer glaube ich, den Boden unter meinen Füßen schwanken zu spüren. Aber ich habe keine Angst mehr davor, zu stürzen. Es ist ein schönes Gefühl. Ein Gefühl von Leben in Bewegung+*~

Die Mitte der Welt – Andreas Steinhöfel




~*+Und wir tanzten im Schnee vergangenes Jahr,
Der Mond funkelte sanft in deinem Haar
Und es tut auch kaum mehr weh,
wenn ich alles von dir seh,
als ob’s letzte Nacht gewesen, sternenklar…
Ich breite meine Arme aus, empfange dich, komm an mein Herz…
Ich heile dich lass einfach los und gib mir deinen ganzen Schmerz,
renn einfach weg, lauf von mir fort, lebe dein Leben ohne mich…
Wo immer du auch hingehst wartet meine Liebe schon auf dich
Nur wer sich öffnet für den Schmerz lässt auch Liebe mit hinein…+*~

Und wir tanzten im Schnee - APS



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung